Und als der Mann ins Licht trat, erkannte Mateo das Gesicht, das er seit sieben Jahren nur aus seinen Träumen kannte.
Es war Daniel.
Sein Vater lebte.
Doch bevor Mateo zu ihm laufen konnte, ertönte hinter ihnen ein dumpfer Knall.
Der Tunnel begann zu beben.
Staub fiel von der Decke.
Daniel rief:
„Mateo, nimm Sombra und lauf zum östlichen Ausgang! Sofort!“
„Aber Papa, ich lasse dich nicht zurück!“
Daniel streckte ihm die Hand entgegen.
„Du musst mir vertrauen, mein Sohn. Es gibt etwas, das du noch nicht weißt.“
Mateo sah ihn unter Tränen an.
Dann sprach Daniel den Satz aus, der alles veränderte:
„Die Männer, die uns verfolgen, suchen nicht nur nach dem Wasser. Sie suchen nach etwas, das deine Großmutter seit Jahren bei sich trägt.“
Mateo erstarrte.
„Meine Großmutter? Was hat sie damit zu tun?“
Daniel blickte auf das Medaillon an Sombras Hals.
„Das Zeichen mit den drei Sternen ist nur die Hälfte des Schlüssels.“
Er sah seinen Sohn ernst an.
„Die andere Hälfte befindet sich bei Esperanza.“
Mateo konnte kaum glauben, was er hörte.
Warum hatte seine Großmutter nie etwas davon erzählt?
Was bewahrte sie in ihrem kleinen Lehmhaus?
Und warum waren diese Männer bereit, einen Wolf mitten in der Wüste anzuketten, um ein Geheimnis zu schützen?
Daniel griff nach Mateos Hand.
„Wir müssen nach Hause. Jetzt. Bevor sie auch deine Großmutter finden.“
Doch als Mateo mit seinem Vater und Sombra den östlichen Ausgang erreichte, sah er am Horizont bereits drei schwarze Geländewagen auf das Haus seiner Großmutter zufahren.
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