Camille spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog.

War Hélène nur gekommen, um sie einzuschüchtern?

Oder hatte sie versucht, Einfluss auf das Krankenhaus auszuüben, in dem Camille arbeitete?

Noch wusste Camille es nicht.

Doch plötzlich bekam der Besuch eine ganz andere Bedeutung.

Vielleicht ging es nicht allein um Antoine.

Vielleicht ging es darum, wer in diesem Krankenhaus Entscheidungen treffen durfte – und wer zum Schweigen gebracht werden sollte.

Camille legte das Handy auf den Tisch.

Sie hatte geglaubt, der schlimmste Teil dieser Geschichte sei der Scheck gewesen.

Jetzt begann sie zu ahnen, dass hinter der Demütigung eine viel größere Angelegenheit stecken könnte.

Und irgendwo in Paris saß Hélène Valmont vermutlich bereits an ihrem Schreibtisch und plante den nächsten Schritt.

Denn sie hatte einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie hatte geglaubt, Camille Morel könne man mit Geld zum Schweigen bringen.

Was sie noch nicht wusste, war, dass Camille nicht die Einzige war, die begonnen hatte, Fragen zu stellen.

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