„Es bedeutet, dass zwölf Familien noch immer über das Königreich wachen.“

„Und die dreizehnte?“

Sie sah mich an.

„Die dreizehnte Familie ist diejenige, vor der sie Angst haben.“

Draußen öffnete sich die Tür der schwarzen Limousine.

Ein Mann stieg aus. Er trug einen langen Mantel und hielt einen Regenschirm, obwohl es nicht regnete.

Er sah direkt zu unserem Fenster.

Dann hob er die Hand.

In seinen Fingern glänzte ein zweites Medaillon.

Es war identisch mit meinem.

Bis auf einen Unterschied.

Auf seinem Wappen fehlte die Krone.

Professor Harrington trat vom Fenster zurück.

„Das kann nicht sein“, murmelte er.

Meine Großmutter wirkte, als hätte sie einen Geist gesehen.

„Wer ist das?“, fragte ich.

Sie antwortete erst, als der Mann den Kopf neigte und sich langsam in Richtung Straße entfernte.

„Dein Großvater.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus.

„Mein … was?“

„Dein Großvater ist vor achtzehn Jahren gestorben“, sagte ich. „Du hast mir sein Grab gezeigt.“

Evelyn sah mich an. Ihre Augen glänzten.

„Ich habe dir gezeigt, wo wir ihn beerdigt haben.“

Sie schluckte.

„Ich habe dir nie gesagt, dass er darin lag.“

In diesem Augenblick klingelte das Telefon.

Einmal.

Zweimal.

Beim dritten Klingeln nahm Professor Harrington ab.

Er hörte zu, ohne ein Wort zu sagen.

Dann wurde er kreidebleich.

„Wann?“, fragte er.

Stille.

„Sind Sie sicher?“

Er sah zu mir.

Und in seinem Blick lag etwas, das ich dort noch nie gesehen hatte.

Panik.

„Der Königspalast wurde abgeriegelt“, sagte er langsam. „Vor zehn Minuten ist ein bislang unbekannter Raum unter dem alten Ostflügel geöffnet worden.“

Meine Großmutter schloss die Augen.

„Der dreizehnte Stern.“

Professor Harrington nickte.

„Und auf der Wand im Inneren steht ein Name.“

Er sah mich an.

„Deiner.“

Fortsetzung folgt …

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