Dann sagte er die Worte, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließen.
„Der Mann, der deinen Unfall verursacht hat.“
Die Verbindung brach ab.
Ich starrte auf das dunkle Display.
Lucas stand noch immer vor mir. Er wirkte nicht mehr wie der fürsorgliche Mann, den ich geheiratet hatte. Er wirkte wie jemand, der gerade erfahren hatte, dass ein sorgfältig gehütetes Geheimnis nicht länger sicher war.
„Du wusstest, dass Daniel mich anrufen würde“, sagte ich.
Lucas schüttelte den Kopf.
„Nein.“
„Aber du weißt, wer meinen Unfall verursacht hat.“
Er antwortete nicht.
Ich steckte das Handy ein, nahm meine Tasche und ging zur Tür.
Diesmal versuchte er nicht, mich aufzuhalten.
Als ich den Flur erreichte, hörte ich ihn hinter mir sagen:
„Jenna, wenn du zu diesem Haus fährst, geh nicht allein hinein.“
Ich blieb stehen, ohne mich umzudrehen.
„Warum?“
Seine Antwort kam so leise, dass ich sie beinahe überhört hätte.
„Weil ich gestern Abend dort war.“
Ich drehte mich um.
Lucas stand in der offenen Tür unserer Hochzeitssuite, und in seiner Hand lag etwas, das ich zuvor nicht bemerkt hatte.
Ein kleiner, blauer Schlüssel.
Genau in diesem Moment erinnerte ich mich an ein einziges Bild aus jener Nacht vor zwei Jahren.
Nicht an den Unfall.
Nicht an den Aufprall.
Sondern an meine eigene Hand, die diesen Schlüssel fest umklammerte, während ich eine Stimme flüstern hörte:
„Wenn du die Wahrheit findest, Jenna, wird jemand versuchen, dich für immer zum Schweigen zu bringen.“
Und zum ersten Mal fragte ich mich, ob mein Gedächtnis wirklich nur durch den Unfall verloren gegangen war.
Oder ob ich vor zwei Jahren etwas erfahren hatte, das jemand unbedingt vor mir verbergen wollte.
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