Darauf stand ein Datum – der Tag, an dem meine Tochter zuletzt bei ihrem Vater gewesen war.

Daneben war ein Name vermerkt, den ich seit Jahren nicht mehr gehört hatte.

Es war der Name einer Person, die meinem Ex-Mann sehr nahestand.

„Wir müssen Sie etwas fragen“, sagte der Ermittler ernst. „Wussten Sie, dass Ihr Ex-Mann nicht allein gehandelt haben könnte?“

Ich starrte auf das Blatt.

Doch bevor ich antworten konnte, klingelte mein Telefon erneut.

Diesmal war es meine Tochter.

Ihre Stimme klang völlig aufgelöst.

„Mama … ich habe gerade etwas gefunden. Es ist in Papas alter Tasche. Und ich glaube, jetzt weiß ich, warum er mir dieses Geheimnis aufgetragen hat.“

Ich sah den Ermittler an.

Denn plötzlich wurde mir klar: Der Gegenstand im Kiefer meiner Tochter war möglicherweise nur der Anfang einer viel größeren Geschichte.

**Und was wir als Nächstes herausfanden, sollte unsere ganze Familie für immer verändern … 😨**

# Kapitel 3 – Die alte Tasche ihres Vaters: Was meine Tochter darin fand, brachte selbst den erfahrenen Ermittler zum Schweigen … 😱

„Mama, bitte komm nach Hause!“, schluchzte meine Tochter am Telefon. „Ich habe etwas gefunden. Ich glaube, Papa hat mich die ganze Zeit belogen.“

Ich sprang von meinem Stuhl auf.

„Schatz, wo bist du gerade? Bist du allein?“

„Ja. Ich bin in meinem Zimmer. Papas alte Tasche steht noch im Flur. Ich wollte meine Schulsachen suchen, weil ich sie beim letzten Besuch vergessen hatte. Dabei ist mir etwas herausgefallen.“

Der Ermittler bedeutete mir, ruhig zu bleiben.

„Fass bitte nichts weiter an“, sagte ich zu meiner Tochter. „Geh ein Stück davon weg und warte auf mich. Ich komme nicht allein, sondern mit jemandem, der uns helfen kann.“

Sie begann erneut zu weinen.

„Mama, ich habe solche Angst.“

„Ich weiß, mein Schatz. Aber du hast nichts falsch gemacht. Du musst jetzt nichts mehr herausfinden und auch niemandem etwas erklären. Wir kümmern uns darum.“

Der Ermittler organisierte sofort Unterstützung. Wenig später wurde meine Tochter an einen sicheren Ort gebracht. Als ich sie endlich sah, rannte sie auf mich zu und umklammerte mich so fest, als hätte sie Angst, ich könnte wieder verschwinden.

Ich hielt sie lange fest.

„Du bist in Sicherheit“, flüsterte ich. „Das verspreche ich dir.“

Erst als sie sich etwas beruhigt hatte, erzählte sie, was geschehen war.

In der alten Tasche ihres Vaters hatte sie einen Umschlag entdeckt. Darin befanden sich mehrere ausgedruckte Bilder, einige handschriftliche Notizen und ein kleines Heft. Sie hatte nichts davon verstanden, aber auf einem der Bilder etwas wiedererkannt.

Es war das Symbol, das sie auf der Verpackung des Gegenstands gesehen hatte, den ihr Vater ihr vor einigen Wochen gegeben hatte.

„Ich dachte, das wäre vielleicht wichtig“, sagte sie leise.

Die Ermittler nahmen die Gegenstände entgegen und dokumentierten alles sorgfältig. Meine Tochter musste die Tasche nicht noch einmal öffnen und wurde auch nicht aufgefordert, darin weiterzusuchen.

Am Nachmittag bat mich der leitende Ermittler zu einem Gespräch.

Auf dem Tisch lagen die Fotos aus dem Umschlag.

„Wir haben inzwischen erste Ergebnisse zur Untersuchung des Gegenstands aus dem Kiefer Ihrer Tochter erhalten“, begann er.

Ich spürte, wie meine Hände kalt wurden.

„Und? Was war es?“

Er erklärte, dass es sich tatsächlich um ein kleines elektronisches Bauteil handelte. Die genaue Funktion musste noch technisch untersucht werden. Allerdings gab es Hinweise darauf, dass es zu einem größeren Gerät oder einer bestimmten technischen Vorrichtung gehören könnte.

„Wir können Ihnen noch nicht sagen, ob damit tatsächlich jemand überwacht wurde“, fügte er hinzu. „Aber die Umstände sind ungewöhnlich genug, dass wir der Sache nachgehen.“

Dann zeigte er mir eines der Fotos aus dem Umschlag.

Es zeigte meinen Ex-Mann vor einem Gebäude. Neben ihm stand eine Frau, die ich sofort erkannte.

Mir stockte der Atem.

Es war Sabine.

Sabine war früher eine enge Freundin von mir gewesen. Sie hatte uns während unserer Ehe häufig besucht, war bei Familienfeiern dabei gewesen und hatte sogar einige Male auf meine Tochter aufgepasst.

Nach der Scheidung hatte sie plötzlich den Kontakt zu mir abgebrochen.

Ich hatte nie verstanden, warum.

„Woher haben Sie dieses Foto?“, fragte ich.

„Es befand sich in der Tasche Ihres ehemaligen Mannes“, antwortete der Ermittler. „Wir versuchen gerade herauszufinden, weshalb diese Unterlagen dort aufbewahrt wurden.“

Ich betrachtete das nächste Blatt.

Es war eine handschriftliche Liste mit mehreren Daten. Neben einigen Tagen standen kurze Vermerke. Einer davon war der Tag, an dem meine Tochter zum ersten Mal über Schmerzen im Kiefer geklagt hatte.

Ich musste schlucken.

„Sie wusste davon?“, fragte ich beinahe flüsternd.

Der Ermittler hob vorsichtig die Hand.

„Wir wissen noch nicht, welche Rolle diese Frau spielt. Bitte ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse. Wir werden sie befragen und alle Hinweise überprüfen.“

Als ich später mit meiner Tochter allein war, erzählte sie mir noch etwas.

„Mama, Papa hat mich einmal gefragt, ob du manchmal mit Sabine telefonierst.“

„Wann war das?“