Und neben ihrem Namen stand ein Datum, das erst in vier Tagen lag.
Ich starrte auf den Bildschirm.
Mason hatte offenbar nicht nur versucht, mein Haus als Sicherheit zu verwenden.
Er hatte möglicherweise geplant, es noch einmal zu übertragen.
Doch warum an eine Frau, deren Namen ich noch nie gehört hatte?
Ich öffnete die letzte Seite.
Dort befand sich eine handschriftliche Notiz.
Nur ein einziger Satz:
Nach der Unterzeichnung ist das Haus nicht mehr unser Problem.
Ich spürte, wie sich meine Finger um die Tischkante schlossen.
Denn plötzlich begriff ich, dass Mason möglicherweise gar nicht vorhatte, nach seiner Geschäftsreise nach Hause zurückzukehren.
Er hatte vielleicht bereits geplant, unser gemeinsames Leben hinter sich zu lassen.
Mit meinem Geld.
Mit meinem Haus.
Und mit einer Frau, die nicht ich war.
Doch als ich die Datei schließen wollte, bemerkte ich einen kleinen Vermerk am unteren Rand.
Anlage 4: Zustimmung der ursprünglichen Eigentümerin.
Darunter stand der Name meiner Großmutter.
Das Dokument war angeblich acht Monate vor ihrem Tod unterschrieben worden.
Ich starrte auf die Unterschrift.
Denn ich erkannte sofort, dass etwas daran nicht stimmte.
Meine Großmutter hatte ihren Namen immer mit einem kleinen, unverwechselbaren Haken am Ende geschrieben.
Auf diesem Dokument fehlte er.
Und das Datum lag in einer Zeit, in der sie bereits so krank gewesen war, dass sie kaum noch einen Stift halten konnte.
Ich griff nach meinem Handy und rief Rebecca an.
Als sie abhob, sagte ich nur:
„Ich glaube, es geht nicht mehr nur um Mason.“
„Was haben Sie gefunden?“
Ich blickte erneut auf den Bildschirm.
„Ein Dokument, das möglicherweise beweisen könnte, dass jemand schon vor Jahren versucht hat, das Eigentum an meinem Haus zu manipulieren.“
Am anderen Ende herrschte Stille.
Dann sagte Rebecca:
„Nora, schließen Sie die Datei nicht, verändern Sie nichts und schicken Sie mir die Unterlagen über einen sicheren Weg. Wir müssen herausfinden, woher dieses Dokument stammt.“
Ich nickte, obwohl sie mich nicht sehen konnte.
„Das werde ich.“
Doch bevor ich auflegen konnte, erschien eine neue Nachricht auf meinem Bildschirm.
Sie kam von einer unbekannten Nummer.
Wenn du wissen willst, wer Natalie Cross ist, frag deinen Mann nach dem Haus in Scottsdale.
Darunter stand eine zweite Zeile.
Und frag ihn, warum er dort seit drei Jahren die Grundsteuer bezahlt.
Ich las die Nachricht zweimal.
Dann öffnete ich auf meinem Laptop eine neue Suchseite und gab den Namen der Frau ein.
Natalie Cross.
Das erste Ergebnis zeigte ein professionelles Porträt einer Frau Mitte vierzig.
Darunter stand ihr Beruf:
Notarin und Immobilienrechtsberaterin.
Ich lehnte mich langsam zurück.
Plötzlich verstand ich, warum Mason so nervös geworden war, als ich nach seinen Sachen gefragt hatte.
Der USB-Stick enthielt nicht nur Beweise für seine Affäre und die verdächtigen Überweisungen.
Er enthielt möglicherweise auch den Schlüssel zu einem viel größeren Geheimnis.
Und wenn Natalie Cross tatsächlich an den Dokumenten beteiligt gewesen war, musste ich herausfinden, ob sie eine Mitwisserin, eine Zeugin oder selbst Opfer einer Täuschung war.
Ich schloss den Laptop nicht.
Ich löschte nichts.
Ich rief niemanden an, der mit Mason zu tun hatte.
Stattdessen schrieb ich Rebecca eine letzte Nachricht:
Bitte prüfen Sie auch Natalie Cross und die Immobilie in Scottsdale. Ich glaube, dort liegt die Antwort.
Dann saß ich in der stillen Küche, während die Uhr an der Wand langsam Mitternacht schlug.
Zum ersten Mal seit sieben Jahren wusste ich nicht, ob mein Mann jemals wirklich der Mensch gewesen war, für den ich ihn gehalten hatte.
Aber ich wusste etwas anderes.
Mein Haus würde ich nicht kampflos aufgeben.
Und diesmal würde ich nicht warten, bis Mason mir erklärte, was mit meinem Leben geschehen sollte.
Ich würde die Wahrheit herausfinden.
Selbst wenn sie alles zerstörte, was ich bisher über meine Ehe geglaubt hatte.
Fortsetzung folgt …
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