Der König nickte.

„Sprich.“

Isabella blickte in die Gesichter der Menschen, die gekommen waren, um ihre Krönung zu sehen.

„Wenn ich wirklich zur königlichen Familie gehöre, dann möchte ich, dass wir unsere Macht nutzen, um Menschen zu helfen, die keine Stimme haben. Ich möchte, dass kein Kind wegen seiner Herkunft verachtet wird und niemand glauben muss, er sei weniger wert, nur weil er nicht in einen Palast geboren wurde.“

Für einen Moment herrschte absolute Stille.

Dann begann der König zu applaudieren.

Der Prinz folgte ihm. Schließlich erhob sich der gesamte Saal.

An diesem Tag wurde Isabella zur Königin gekrönt.

Und der geheimnisvolle Holzrahmen, durch den sie einst gegangen war, erhielt einen Ehrenplatz im königlichen Garten. Auf einer goldenen Tafel ließ Isabella einen Satz eingravieren:

„Ein wahrer Charakter zeigt sich nicht darin, wer durch eine Tür gehen darf, sondern darin, wie wir diejenigen behandeln, die neben uns stehen.“

Doch in der Nacht nach der Krönung fand Isabella auf ihrem Kopfkissen einen zweiten Brief.

Die Handschrift war ihr unbekannt.

Sie öffnete ihn langsam.

Darin stand:

Du kennst nun die Wahrheit über deine Eltern. Aber du weißt noch nicht, warum deine Mutter dich damals retten musste.

Darunter befand sich ein Name – der Name einer Person, die Isabella an diesem Tag persönlich umarmt hatte.

Und als sie ihn las, begriff sie, dass das größte Geheimnis des Königreichs noch immer nicht gelüftet war.

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