Die Untersuchung des Metallgehäuses hatte eine neue Spur ergeben.

Es passte möglicherweise zu einem Gerät, das vor dem Einsatz aus dem Lagerbestand einer privaten Sicherheitsfirma verschwunden war.

Und diese Firma hatte Zugang zu genau jener Lagerhalle gehabt, in der Rex gearbeitet hatte.

Alex las die Nachricht zweimal.

Er sah zu Rex hinüber, der friedlich schlief.

Noch gab es keinen Beweis für eine absichtliche Tat. Aber es gab genügend offene Fragen, um die Ermittlungen fortzusetzen.

Alex steckte das Telefon weg und strich Rex vorsichtig über den Kopf.

„Du hast deinen Teil getan, mein Freund“, flüsterte er. „Jetzt finden wir heraus, was wirklich passiert ist.“

Draußen begann es zu regnen.

Im Zimmer blieb es still, bis Rex im Schlaf einmal mit dem Schwanz gegen die Decke klopfte.

Alex lächelte.

Der Hund, der so viele Menschen beschützt hatte, bekam nun selbst die Chance, beschützt zu werden.

Und diesmal würde Alex nicht zulassen, dass seine Suche nach Antworten wichtiger wurde als Rex’ Erholung.

**Denn die größte Belohnung für einen treuen Diensthund war nicht eine Medaille oder ein weiterer Einsatz. Es war die Gewissheit, dass sein Partner auch dann an seiner Seite blieb, wenn er selbst nicht mehr stark sein konnte.**

Doch am nächsten Morgen meldete sich der Ermittler erneut.

„Alex“, sagte er mit ernster Stimme, „wir haben die Aufnahmen aus der Lagerhalle ausgewertet. Und es gibt etwas, das Sie unbedingt sehen müssen.“

Alex blickte zu Rex.

Der Hund war wach und sah ihn an.

„Ich komme“, antwortete Alex.

Denn die Aufnahmen könnten erklären, wie das Metallgehäuse in die Halle gelangt war.

Und vielleicht würden sie zeigen, ob Rex’ Krankheit tatsächlich nur ein tragischer Unfall gewesen war.

**Die Wahrheit lag jetzt auf einem Bildschirm – und Alex war bereit, sie anzusehen.**