Alejandro blickte von den Unterlagen auf.

„Hier steht, dass Renata vor sechs Monaten für eine Behandlung angemeldet wurde, die ich persönlich genehmigt haben soll.“

Er drehte das Dokument um.

Die Unterschrift sah seiner ähnlich.

Aber sie war nicht seine.

Und die Behandlung war ausgerechnet an dem Tag abgerechnet worden, an dem Alejandro mit seinen Töchtern im Krankenhaus gewesen war.

Sebastián wich einen Schritt zurück.

Zum ersten Mal schien er nicht zu wissen, was er sagen sollte.

Alejandro schloss die Mappe.

„Niemand verlässt dieses Haus, bevor wir geklärt haben, was hier passiert ist.“

Dann wandte er sich an seinen Sicherheitschef.

„Rufen Sie meinen Anwalt an. Wir übergeben sämtliche Beweise den zuständigen Ermittlern.“

Sebastián sah ihn fassungslos an.

„Du würdest wirklich deine eigene Familie zerstören?“

Alejandro blickte ihm direkt in die Augen.

„Nein. Ich versuche gerade, meine Familie zu schützen.“

In diesem Augenblick hörten sie kleine Schritte auf der Treppe.

Renata kam mit ihrem Gehwagen herunter. Camila hielt ihre Hand.

Das Mädchen blieb vor ihrem Vater stehen und zeigte stolz auf den Boden.

„Papa, vier Schritte!“

Alejandro kniete sich hin und breitete die Arme aus.

„Dann zeig sie mir, mein Schatz.“

Renata konzentrierte sich, setzte einen Fuß vor den anderen und schaffte es bis zu ihm.

Er fing sie behutsam auf.

Diesmal liefen ihm Tränen über das Gesicht, ohne dass er versuchte, sie zu verbergen.

Doch während er seine Tochter umarmte, bemerkte er nicht, dass Sebastián auf sein Telefon blickte.

Der Mann tippte eine letzte Nachricht.

„Er hat die Unterlagen gefunden. Wir müssen den ursprünglichen Plan ändern.“

Und als er das Telefon wieder einsteckte, richtete sich sein Blick auf Mariana.

Denn die Haushälterin hatte etwas gesehen, das sie noch niemandem erzählt hatte.

Etwas, das beweisen konnte, dass Sebastián nicht allein gehandelt hatte.

Fortsetzung folgt in TEIL 3 …

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