Und dann erinnerte er sich an die wichtigste Lektion seines Vaters.
*Höre zuerst zu.*
Elias nickte langsam.
„Ich helfe Ihnen“, sagte er. „Aber ich habe eine Bedingung.“
Callum hob überrascht die Augenbrauen.
„Welche?“
Elias faltete den Brief sorgfältig zusammen und steckte ihn in die Innentasche seiner Jacke.
„Sie erzählen mir alles. Keine halben Wahrheiten. Keine Geheimnisse, die Sie für zu kompliziert halten. Wenn mein Vater etwas entdeckt hat, dann möchte ich wissen, was es war.“
Callum sah ihn lange an.
Dann nickte er.
„Das verspreche ich dir.“
Doch als Elias sich umdrehte, um seinen Geigenkoffer und seinen Rucksack zu holen, bemerkte niemand, dass Marcus unauffällig sein Telefon aus der Tasche zog.
Er öffnete eine Nachricht, die er vor wenigen Minuten erhalten hatte.
Nur fünf Worte standen darin.
**Der Junge hat den Brief gelesen.**
Marcus’ Gesicht verlor jede Farbe.
Denn die Antwort, die unmittelbar darauf erschien, war noch kürzer.
**Dann beginnt es jetzt.**
Und irgendwo, weit entfernt von der Werkstatt, saß ein Mann vor einem Bildschirm, auf dem das alte Foto der drei Ingenieure zu sehen war.
Er vergrößerte das Bild.
Sein Blick blieb an Elias’ Vater hängen.
Dann lächelte er.
Denn er wusste etwas, das Callum Voss noch nicht wusste.
Der Junge hatte nicht nur das Talent seines Vaters geerbt.
Er hatte möglicherweise auch etwas gefunden, das sein Vater vor vielen Jahren absichtlich verborgen hatte.
Und wenn Elias herausfand, was es war, würden nicht nur die Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht kommen.
**Dann müsste jemand endlich erklären, warum ein zwölfjähriger Junge der Schlüssel zu einem Projekt sein könnte, das mächtige Menschen seit Jahren um jeden Preis geheim halten wollten.**
*Die Geschichte geht weiter …*
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