Der Assistent trat sofort näher.

„Ja, Herr?“

Der Scheich reichte ihm das Dokument.

„Kontaktieren Sie die Krankenhausleitung. Erkundigen Sie sich nach dem Zustand dieses Patienten und stellen Sie sicher, dass er die notwendige medizinische Versorgung erhält.“

Der Assistent blickte auf den Namen.

„Soll ich das über die Stiftung organisieren?“

„Ja. Und falls zusätzliche Unterstützung benötigt wird, kümmern Sie sich darum.“

Emma hatte jedes Wort gehört.

Sie sah den Mann neben sich völlig überrascht an.

„Entschuldigung, aber… warum tun Sie das? Sie kennen mich doch überhaupt nicht.“

Der Scheich antwortete nicht sofort.

Dann sagte er:

„Manchmal braucht ein Mensch keine langen Erklärungen. Manchmal braucht er einfach jemanden, der ihm in einem schwierigen Moment hilft.“

Emma konnte ihre Tränen nicht länger zurückhalten.

„Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll.“

„Sie müssen mir nicht danken. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihren Vater wiederzusehen.“

Währenddessen hatten mehrere Passagiere die Unterhaltung beobachtet. Einige hatten zunächst erwartet, dass der Scheich die junge Frau zurechtweisen würde. Nun konnten sie kaum glauben, was sie gerade erlebt hatten.

Der Mann, der in der Geschäftswelt als besonders hart galt, hatte gerade angeboten, einer völlig fremden Krankenschwester zu helfen.

Doch die Überraschungen waren noch lange nicht vorbei.

Etwa zwanzig Minuten später erhielt der Assistent einen Anruf.

Er hörte aufmerksam zu, stellte einige Rückfragen und blickte schließlich mit ernster Miene zum Scheich.

„Herr, ich habe mit der Krankenhausleitung gesprochen. Der Vater der jungen Frau befindet sich tatsächlich in einem kritischen Zustand. Die Ärzte bereiten bereits die nächsten Behandlungsschritte vor.“

Emma wurde blass.

„Ist… ist mein Vater in Gefahr?“

Der Assistent zögerte.

Der Scheich bemerkte sofort ihre Angst und wandte sich an ihn.

„Sprechen Sie deutlich. Aber machen Sie ihr keine unnötige Angst.“

Der Assistent erklärte, dass die Ärzte alles Notwendige vorbereiteten und Emma nach der Landung direkt zum Krankenhaus gebracht werden könne.

Der Scheich nickte.

„Organisieren Sie ein Fahrzeug. Es soll bei unserer Ankunft bereitstehen.“

Emma sah ihn ungläubig an.

„Sie würden mich wirklich bis zum Krankenhaus bringen lassen?“

„Natürlich.“

„Aber ich kann nicht erwarten, dass Sie wegen mir Ihre Pläne ändern.“

Zum ersten Mal lächelte der Scheich leicht.

„Ich habe in meinem Leben viele wichtige Termine verschoben. Einer mehr wird meinen Tag nicht ruinieren.“

Emma musste trotz ihrer Tränen kurz lächeln.

Als das Flugzeug schließlich zur Landung ansetzte, begann ihr Herz schneller zu schlagen. Sie konnte es kaum erwarten, ihren Vater wiederzusehen.

Der Scheich bemerkte ihre Nervosität.

„Haben Sie keine Angst. Wir werden sehen, was wir tun können.“

Wenige Minuten später öffneten sich die Flugzeugtüren.

Draußen wartete bereits eine schwarze Limousine. Zwei Mitarbeiter der medizinischen Stiftung standen daneben und hielten Ausschau nach dem Scheich.

Doch als Emma gemeinsam mit ihm aus dem Flugzeug trat, bemerkte sie etwas Seltsames.

Der Direktor des Krankenhauses war persönlich zum Flughafen gekommen.

Er ging direkt auf den Scheich zu, begrüßte ihn respektvoll und sagte:

„Herr, wir haben Ihre Anweisungen erhalten. Wir haben bereits alles für die Aufnahme des Patienten vorbereitet.“

Emma blieb überrascht stehen.

Der Direktor wandte sich anschließend an sie.

„Sie müssen Emma sein. Wir haben auf Ihre Ankunft gewartet.“

Sie nickte nervös.

„Wie geht es meinem Vater? Kann ich ihn sehen?“

Der Direktor antwortete freundlich:

„Selbstverständlich. Wir bringen Sie sofort zu ihm.“

Emma stieg in die Limousine. Während der Fahrt hielt sie das Foto ihres Vaters fest in der Hand.

Der Scheich saß ihr gegenüber und telefonierte leise mit seinem Assistenten. Er hatte bereits dafür gesorgt, dass die Krankenhausleitung über alle notwendigen Möglichkeiten informiert wurde.

Doch plötzlich klingelte sein eigenes Telefon.

Als er auf das Display blickte, verschwand das wenige Lächeln aus seinem Gesicht.

Es war ein Anruf aus seiner Familie.

Er nahm ab und hörte einige Sekunden schweigend zu.

Dann sagte er mit ungewöhnlich ernster Stimme:

„Was? Seid ihr euch ganz sicher?“

Emma blickte ihn fragend an.

Der Scheich beendete das Gespräch und sah aus dem Fenster.

Offenbar gab es etwas, das er bisher nicht gewusst hatte.

Etwas, das mit Emmas Vater zusammenhing.

Als die Limousine schließlich vor dem Krankenhaus hielt, öffnete ein Mitarbeiter die Tür. Emma stieg sofort aus und eilte zum Eingang.

Doch bevor sie die Station erreichte, trat der Direktor auf sie zu und sagte einen Satz, der sie vollkommen überraschte:

„Emma, bevor Sie Ihren Vater besuchen, gibt es etwas, das Sie über den Mann wissen sollten, der Ihnen gerade geholfen hat. Denn Ihr Vater kennt ihn bereits… und zwar schon seit vielen Jahren.“

Emma erstarrte.

Langsam drehte sie sich zum Scheich um.

Dieser blickte sie schweigend an.

Was hatte ihr Vater mit dem mächtigsten Mann dieser Stadt zu tun? Und welches Geheimnis verband die beiden Familien?

Emma ahnte nicht, dass die Antwort auf diese Fragen ihr gesamtes Leben verändern würde… ❤️😱

DIE GESCHICHTE GEHT IN TEIL 3 WEITER… 👇👇