Drei Wochen später klingelte mein Telefon.
Ich erkannte die Nummer sofort.
Mein Sohn.
Früher hätte mein Herz sofort schneller geschlagen.
Diesmal blieb es ruhig.
Ich nahm ab.
„Mama…“
Seine Stimme klang anders.
Nicht wütend.
Nicht überlegen.
Erschöpft.
„Was möchtest du?“
Am anderen Ende herrschte Schweigen.
„Ich habe Fehler gemacht.“
Ich sah auf die alte Familienfotografie neben meinem Telefon.
„Ja.“
Mehr sagte ich nicht.
„Kannst du mir helfen?“
Da war es.
Der Satz, den ich tief in meinem Herzen erwartet hatte.
Nicht:
Es tut mir leid.
Nicht:
Ich habe dich verletzt.
Sondern:
Kannst du mir helfen?
Ich schloss langsam die Augen.
„Wobei?“
„Meine Schulden… ich verliere alles.“
Früher hätte ich sofort gefragt, wie viel Geld er braucht.
Früher hätte ich meine Ersparnisse genommen.
Früher hätte ich wieder versucht, seinen Schmerz zu tragen.
Aber ich war müde geworden, immer diejenige zu sein, die die Scherben aufsammelte.
„Dein Problem ist nicht, dass du Geld verloren hast“, sagte ich ruhig.
Er schwieg.
„Dein Problem ist, dass du vergessen hast, wer immer hinter dir stand.“
Ich hörte seinen Atem.
„Mama…“
„Ich war dein Zuhause, bevor du eines hattest.“
Meine Stimme zitterte kurz.
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