„Ich sehe dich immer.“
Sofia umarmte ihn.
Und in diesem Moment verstand er etwas, das er sein ganzes Leben lang nicht begriffen hatte:
Man kann eine Stadt beherrschen.
Man kann Angst verbreiten.
Man kann Millionen besitzen.
Aber nichts davon bedeutet etwas, wenn niemand da ist, der deine Hand hält.
—
Jahre später fragte Sofia ihn einmal:
„Papa, warum hast du damals vor allen Leuten gesagt, dass du mein Vater bist? Du hättest doch einfach weggehen können.“
Damiano dachte lange darüber nach.
Dann nahm er seine alte Schublade heraus.
Darin lag noch immer der Ring, den er Lucia nie gegeben hatte.
Und daneben lag Sofias erste Zeichnung.
Die mit dem roten Herz.
„Weil du mir eine zweite Chance gegeben hast.“
Sofia lächelte.
„Eine zweite Chance wofür?“
Damiano sah aus dem Fenster.
„Ein besserer Mensch zu werden.“
Und das Mädchen, das einst nur für einen Tag einen Vater ausleihen wollte, hatte ihm etwas gegeben, das niemand sonst geschafft hatte:
Eine Familie.
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