Ich starrte auf den Bildschirm.

Dann kam ein zweites Bild.

Es zeigte Grant am Straßenrand, das Telefon am Ohr.

Auf dem Display des Telefons war der Name des Kontakts nicht zu erkennen.

Aber das Gesicht des Mannes, der wenige Minuten später aus einem schwarzen Wagen gestiegen war, war deutlich zu sehen.

Ich kannte ihn.

Es war der Anwalt, der vor Jahren die Übertragung des Hauses unserer Großmutter betreut hatte.

Und er war nicht einfach zufällig vorbeigekommen.

Er hatte direkt nach dem Vorfall mit Grant gesprochen.

Ich legte das Telefon auf den Tisch und blickte in die Dunkelheit.

Vielleicht hatte die Auseinandersetzung auf meinem Rasen tatsächlich mehr mit dem Haus zu tun, als ich zunächst geglaubt hatte.

Aber ich würde mich nicht von anonymen Nachrichten, Gerüchten oder den Drohungen meiner Familie leiten lassen.

Ich würde die Aufnahmen sichern lassen.

Ich würde die Unterlagen prüfen lassen.

Und ich würde herausfinden, warum ein Anwalt, der längst keinen Grund mehr gehabt hätte, sich um das Haus zu kümmern, ausgerechnet an dem Tag aufgetaucht war, an dem mein Schwager versucht hatte, mich vor der ganzen Nachbarschaft einzuschüchtern.

Denn inzwischen war mir eines klar geworden:

Travis hatte vielleicht geglaubt, er würde mir eine Lektion erteilen.

Doch während er sich auf meinen Rasen stellte und die Nachbarn zum Zuschauen aufforderte, hatte jemand anderes darauf gewartet, dass ich einen Fehler machte.

Und ich hatte vor, herauszufinden, wer.

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