„Wenn ich groß bin, möchte ich Krankenschwester werden.“
Die Mutter lächelte.
„Warum denn?“
Das Mädchen zeigte auf die Zwillinge.
„Weil die Krankenschwestern uns geholfen haben. Und weil ich möchte, dass andere Kinder ihre Mamas wiederbekommen.“
Die Mutter nahm sie in den Arm.
„Du musst nicht erst groß werden, um etwas Gutes zu tun. Aber du musst auch nicht immer diejenige sein, die alle rettet.“
Das Mädchen lächelte und legte sich zwischen ihre Brüder.
Zum ersten Mal musste sie nicht aufpassen, ob jemand aufwachte.
Sie durfte einfach neben ihnen liegen und spielen.
Und während die Sonne langsam hinter den Häusern verschwand, wurde der Mutter etwas bewusst:
Ihre Tochter hatte damals nicht deshalb gehandelt, weil sie keine Angst hatte.
Sie hatte gehandelt, obwohl sie Angst hatte und nicht wusste, was sie tun sollte.
Doch sie wollte niemals, dass ihre Tochter diese Last noch einmal tragen musste.
Denn ein Kind sollte niemals kilometerweit laufen müssen, um die Hilfe zu finden, die Erwachsene ihm hätten geben sollen.
Manchmal nennen wir Kinder mutig, weil sie Dinge schaffen, die eigentlich kein Kind schaffen müsste. Aber wahre Fürsorge bedeutet nicht nur, ihren Mut zu bewundern. Sie bedeutet, dafür zu sorgen, dass sie ihn nicht mehr auf diese Weise beweisen müssen.
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