Doch um 9:47 Uhr öffnete sich die Tür des großen Salons.

Paul trat ein.

Neben ihm stand Louise.

Und hinter ihnen wurde ein Mann hereingeführt, blass, erschöpft und mit verbundenem Arm.

Étienne.

Der Raum wurde still.

Hélène ließ die Mappe fallen.

„Das ist unmöglich.“

Étienne sah sie lange an.

„Das dachte ich auch.“

Niemand sprach.

Dann legte Louise langsam ihr Notizbuch auf den Tisch.

Aufgeschlagen auf einer Seite.

Darauf standen die Worte, die sie vor Tagen geschrieben hatte.

Die Worte, die alles beweisen würden.

„Ich habe gehört, wie sie den Verkauf geplant hat.“

Hélène blickte auf das Buch.

Dann auf Louise.

Zum ersten Mal sah sie nicht eine stumme Hausangestellte.

Sondern eine Zeugin.

Eine Frau, die all die Jahre geschwiegen hatte.

Aber niemals blind gewesen war.

Und während der Notar begann, die Dokumente zu prüfen, wusste niemand im Raum, dass Louise noch etwas anderes gefunden hatte.

Eine zweite Akte.

Versteckt in Étiennes Arbeitszimmer.

Eine Akte über Hélènes frühere Geschäfte.

Und darin befand sich ein Name, der alles verändern würde.

Ein Name, den niemand bei Chênes Blancs erwartet hatte.

Fortsetzung in Teil 3…

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