Diesmal erwiderte Leon die Umarmung.
Richard trat langsam näher.
„Leon, ich weiß, dass ich dich um Vergebung bitten muss. Ich erwarte nicht, dass du mir sofort verzeihst.“
Leon sah ihn ruhig an.
„Dann fang damit an, die Wahrheit nicht länger zu verschweigen.“
Richard nickte.
Und zum ersten Mal seit vielen Jahren schien er zu verstehen, dass eine Familie nicht durch ein perfektes Bild nach außen zusammengehalten wird, sondern durch Ehrlichkeit und Verantwortung.
Doch gerade als alle glaubten, die wichtigsten Fragen seien endlich beantwortet, erhielt Leon einen Anruf von einer unbekannten Nummer.
Eine ältere Frau meldete sich.
„Leon? Mein Name ist Martha. Ich habe früher im Kinderheim gearbeitet, in dem du aufgewachsen bist.“
Er setzte sich langsam.
„Was möchten Sie mir sagen?“
Die Frau schwieg kurz.
„Ich habe dein Medaillon damals gesehen. Und ich erinnere mich daran, wer dich ins Heim gebracht hat.“
Leon blickte zu Catherine.
Dann hörte er den Satz, der alles erneut veränderte:
**„Es war nicht dein Großvater, der dich damals wegbringen ließ. Es war jemand, der deiner Mutter sehr nahestand.“**
Leon hielt das Telefon fester.
Denn die Suche nach seiner Vergangenheit war noch lange nicht vorbei.
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