„Was brauchen Sie von mir?“

„Alles, was Sie haben. Kontoauszüge, Steuerunterlagen, Versicherungen, die Dokumente zum Haus. Und bitte bewahren Sie sämtliche Nachrichten auf.“

Ich nickte, obwohl sie mich nicht sehen konnte.

„Ich kümmere mich darum.“

Als wir aufgelegt hatten, zog ich den Karton aus dem Schrank und begann, die Papiere zu sortieren.

Es war spät geworden, als ich auf einen Kontoauszug stieß, der mir bekannt vorkam.

Eine Überweisung.

Nicht besonders groß.

Aber sie war regelmäßig erfolgt.

Jeden Monat.

An eine Firma, deren Namen ich noch nie gehört hatte.

Ich legte den Kontoauszug neben die anderen Unterlagen und öffnete meinen Laptop.

Die Firma war auf Daniel registriert.

Und das Datum ihrer Gründung lag nur wenige Wochen vor dem ersten Mal, als er mir gesagt hatte, wir könnten uns eine weitere Fruchtbarkeitsbehandlung nicht leisten.

Ich starrte auf den Bildschirm.

Vielleicht gab es eine harmlose Erklärung.

Vielleicht hatte er eine Investition getätigt.

Vielleicht hatte das Geld nichts mit unserer Ehe zu tun.

Doch ich hatte gelernt, dass ich mich nicht länger mit Vermutungen zufriedengeben musste.

Ich speicherte den Auszug und schickte ihn an Rachel.

Dann schrieb ich nur einen Satz:

Bitte prüfen Sie, ob diese Überweisungen bei der Scheidungsvereinbarung berücksichtigt wurden.

Ich schloss den Laptop.

Draußen hatte der Regen aufgehört.

Und zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte ich mich nicht mehr wie eine Frau, die darauf wartete, dass jemand anderes ihr sagte, was die Wahrheit war.

Ich war eine Frau, die bereit war, selbst danach zu suchen.

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