„Wer ist das?“, fragte ich.

Laura sah mich an.

Ihre Stimme war kaum hörbar.

„Das ist David.“

Ich verstand sofort.

Der Mann vor uns war Emmas Vater.

David blieb einige Schritte entfernt stehen.

„Ich bin nicht gekommen, um eure Hochzeit zu zerstören“, sagte er. „Ich möchte nur, dass Laura diesen Brief bekommt.“

Er hielt den Umschlag hoch.

Laura nahm ihn mit zitternden Fingern entgegen.

Auf der Vorderseite stand ihr Name.

Darunter befand sich ein Datum, das fast ein Jahr zurücklag.

Sie öffnete den Brief und begann zu lesen.

Schon nach den ersten Zeilen veränderte sich ihr Gesichtsausdruck.

„Das kann nicht wahr sein“, flüsterte sie.

Ich legte vorsichtig eine Hand auf ihre Schulter.

„Was steht darin?“

Laura sah zu David.

Dann zu Emma.

Schließlich wandte sie sich mir zu.

„Daniel … es gibt etwas, das ich dir noch nicht erzählt habe. David ist nicht einfach verschwunden, weil er kein Kind wollte.“

Sie hielt den Brief mit beiden Händen fest.

„Er hatte damals einen Grund. Und dieser Grund betrifft meine Familie.“

Ich blickte auf den Umschlag.

Die Hochzeit war noch nicht einmal vorbei, und schon standen wir vor einer Wahrheit, die alles verändern konnte.

David senkte den Kopf.

„Es tut mir leid, Laura. Ich hätte früher kommen müssen.“

Laura antwortete nicht.

Sie drückte Emma an sich und sah mich mit einem Blick an, den ich nicht vergessen werde.

**Denn plötzlich begriff ich: Das Geheimnis unter ihrem Schleier war nur der Anfang. Die eigentliche Wahrheit über Emma, David und Lauras Vergangenheit wartete noch darauf, ans Licht zu kommen.**

*Fortsetzung folgt …*

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