„Karim …“

Er wiederholte den Namen leise.

Dann sagte er:

„Mein Vater hat oft von einem Arzt gesprochen, der damals versucht hat, die Stiftung zu retten. Er sagte, dieser Mann habe trotz aller Schwierigkeiten niemals aufgehört, sich für seine Patienten einzusetzen.“

Laylas Augen füllten sich mit Tränen.

„Das war mein Vater.“

Herr Haddad nahm ihre Hand.

„Dann schuldet unsere Familie Ihrem Vater mehr, als ich bisher wusste.“

Alexander stand noch immer neben seinem Stuhl.

Sein Gesicht war inzwischen völlig verändert.

Denn er erkannte, dass die Geschichte, die er jahrelang unter Verschluss gehalten hatte, nicht länger verborgen bleiben würde.

Doch dann geschah etwas, womit niemand gerechnet hatte.

Layla holte einen letzten Gegenstand aus ihrer Tasche.

Einen kleinen silbernen USB-Stick.

„Es gibt noch etwas“, sagte sie.

Alexander starrte auf den Stick.

„Woher haben Sie den?“

Layla antwortete nicht sofort.

Dann erklärte sie:

„Mein Vater hat ihn mir kurz vor seinem Tod gegeben. Er sagte, ich solle ihn nur dann benutzen, wenn jemand endlich bereit ist, die Wahrheit zu hören.“

Herr Haddad blickte sie ernst an.

„Was befindet sich darauf?“

Layla sah Alexander an.

„Die Originalunterlagen der Stiftung. Einschließlich einer Aufnahme, auf der ein Gespräch zwischen den damaligen Verantwortlichen dokumentiert ist.“

Alexander griff nach der Tischkante.

„Das ist unmöglich.“

Layla blieb ruhig.

„Vielleicht sollten wir es uns gemeinsam anhören.“

In diesem Moment klingelte Alexanders Telefon.

Er blickte auf das Display.

Der Name, der dort erschien, ließ ihn endgültig erstarren.

DR. KARIM MANSOUR.

Doch das konnte nicht sein.

Laylas Vater war seit zwei Jahren tot.

Sie bemerkte seinen Gesichtsausdruck.

„Was ist los?“

Alexander drehte das Telefon um und legte es mit dem Display nach unten auf den Tisch.

Doch Layla hatte den Namen bereits gesehen.

Und plötzlich wurde ihr klar, dass es möglicherweise noch jemanden gab, der mehr über die damaligen Ereignisse wusste als sie selbst.

Sie wandte sich an Herrn Haddad.

„Ich glaube, wir sollten herausfinden, wer diese Nummer benutzt.“

Der Geschäftspartner nickte.

Alexander hingegen sagte kein Wort mehr.

Denn zum ersten Mal begriff er, dass er nicht nur die Kontrolle über dieses Gespräch verloren hatte.

ER HATTE MÖGLICHERWEISE JAHRELANG EIN GEHEIMNIS BEWAHRT, DAS JETZT VON EINER JUNGEN FRAU AUFGEDECKT WURDE, DIE ER NICHT EINMAL FÜR WÜRDIG GEHALTEN HATTE, MIT IHM AUF AUGENHÖHE ZU SPRECHEN.

Und Layla wusste noch immer nicht, was ihr Vater in jener letzten Nacht tatsächlich entdeckt hatte … 😳

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