Samuel zog sein Telefon hervor und versuchte, eine Verbindung herzustellen. Im Keller war der Empfang schwach.
Thomas stellte sich vor Evelyn.
„Wer sind Sie?“, rief er.
Eine kurze Pause folgte.
Dann antwortete der Mann:
„Jemand, der Ihren Mann seit drei Jahren für tot hält.“
Evelyn blickte zu Thomas.
Der Fremde fuhr fort:
„Und jemand, der weiß, dass Sie damals nicht allein aus dem Auto gestiegen sind.“
Thomas erstarrte.
Zum ersten Mal, seit Evelyn ihn wiedergesehen hatte, verlor er seine ruhige Haltung.
„Das ist unmöglich“, flüsterte er.
Evelyn griff nach seinem Arm.
„Thomas, was meint er?“
Ihr Mann antwortete nicht.
Über ihnen knarrte eine Diele.
Dann hörten sie, wie der Fremde die Kellertreppe hinunterkam.
In seiner Hand hielt er einen zweiten Umschlag.
Auf dessen Vorderseite stand in großen Buchstaben:
**DIE WAHRHEIT ÜBER DEN UNFALL.**
Und als Thomas den Mann endlich im Licht der Taschenlampe erkannte, sagte er nur drei Worte:
„Du solltest tot sein.“
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